Es war einmal ...
Zugegeben, der Lebenslauf des inzwischen 72-jährigen gebürtigen Amerikaners Steven Seagal liest sich beeindruckend – zumindest bis zum Beginn seiner Filmkarriere im Jahre 1988 mit „Nico – Above the Law“ (LINK). Dass er heute u.a. die russische Staatsbürgerschaft besitzt, als Abgeordneter für die Duma kandidierte und Wladimir Putin verehrt (für den er laut eigener Aussage sogar bereit wäre zu sterben; Quelle), macht ihn in meinen Augen jedoch inzwischen zu einem sehr unsympathischen Menschen.
Insofern erscheint es schon mutig für ein Label, zu Beginn des dritten Jahres eines Krieges, den Putin angezettelt und der unzähligen Menschen unendlich viel Leid beschert hat, nun eine Seagal-Filmbox zu veröffentlichen. Doch soll es hier genau darum nur gehen: Um die darin enthaltenen Filme, die allesamt aus den 1990er-Jahren und somit aus einer Zeit stammen, in denen der Aikidō-Profi zu den profitabelsten Actionfilm-Stars Hollywoods zählte. Alle fünf Streifen sind bislang nicht in Deutschland auf Blu-ray erschienen und enthalten zudem interessantes Bonusmaterial, welches Fans dieser Frühwerke entzücken wird (gelöschte Szenen, alternative Fassungen, Promo-Material).
Während „Hard To Kill“ (1990) und „Deadly Revenge“ (1991) geradlinig und ohne unnötigen inhaltlichen Schnickschnack daherkommen, schimmert bei „Auf brennendem Eis“ (1994) bereits sein – damals ehrenwertes – Anliegen zum Umweltschutz durch, während „Glimmer Man“ (1996) sowie „Fire Down Below“ (1997) in einer Zeit entstanden, in der es die einstigen Action-Helden (Schwarzenegger, Stallone, van Damme) ohnehin schwer hatten, überhaupt noch einen Hit an den Kinokassen zu landen.
Daher möchte ich an dieser Stelle nur zwei der fünf Filme kurz kommentieren, da sie, zumindest was die Inszenierung angeht, beide ordentlich abliefern. Zum einen ist dies „Deadly Revenge – Das Brooklyn-Massaker“ (OT: „Out for Justice“, Regie: John Flynn), in dem Seagals Cop Gino im titelgebenden New Yorker Stadtteil einen Amoklaufenden Irren, mit dem er einst aufgewachsen ist, zur Strecke bringen will. Der Film macht keinen Hehl daraus, dass es sich hier um eine simple, allen Regeln der modernen Rechtsprechung widerlaufende Selbstjustiz-Story handelt, in der der Polizist sowohl von Vorgesetzten, als auch von örtlich ansässigen Mafiapaten und sogar den Eltern des Gejagten einen Freibrief erhält, den Kerl umzunieten. Schiebt man diese Prämisse beiseite, ist „Deadly Revenge“ knallhartes Unterhaltungskino mit tollen, handgemachten Stunts, Fights und Autojagden, das keine Gefangenen macht. William Forsythe alias Richie schlägt zudem als Ginos Gegner völlig über die Stränge und ist ein Paradebeispiel für wirklich böse, völlig freidrehende Bösewichte. Ganz groß!
Zum anderen Seagals bislang einzige Regiearbeit „Auf brennendem Eis“ („On Deadly Ground“), für die er immerhin den zweifachen Oscar-Preisträger Michael Caine gewinnen konnte. Der spielt einen skrupellosen Geschäftsmann, der in einem Inuit-Reservat nach Öl bohren will und bereit ist, dafür über Leichen zu gehen. Eine „Mischung aus Actionthriller und Öko-Western mit grandiosen Naturaufnahmen. Heldenverehrung und Rechtfertigung von Gewalt werden scheinheilig mit ökologischen Motiven bemäntelt.“ urteilte damals das ‚Lexikon des internationalen Films‘ und fasst den 100-Minüter damit treffend zusammen. Ergänzung meinerseits: Für ein Erstlingswerk wirklich gut umgesetzt und weit weniger belehrend als viele spätere Seagal-Filme mit ähnlichem Anliegen (siehe „Fire Down Below“), das darüber hinaus wohldosierte, aber nicht minder harte, Seagal-typische Zweikämpfe bietet. Ein solider, unterhaltsamer Actioner, der nicht ganz so dumm sein will (es bleibt beim Wollen) wie viele andere aus seiner Filmografie.
Die „Steven Seagal: Actionstar“-Collection ist für Fans der sogenannten old-school-Actionflicks auf jeden Fall einen Blick wert und auch eine filmhistorische Erinnerung daran, was das Genre einmal ausmachte, bevor computergenerierte Effekte überhandnahmen.
Die Blu-ray-Collection bietet für alle fünf enthaltenen Filme („Hard To Kill“, „Deadly Revenge“, „Auf brennendem Eis“, „Glimmer Man“, „Fire Down Below“) die englische Original- und die deutsch synchronisierte Sprachfassung. Deutsche und englische Untertitel sind optional vorhanden. Das Bonusmaterial unterscheidet sich je nach Disc, Highlights sind auf jeden Fall die alternativen Fassungen (anderes Bildformat) von „Deadly Revenge“, „Hard To Kill“, „Glimmer Man“ und „Fire Down Below“. Ein Booklet rundet das Gesamtpaket vorzüglich ab. „Steven Seagal: Actionstar“ erscheint bei Plaion Pictures und ist seit 30. Januar 2025 erhältlich. (Packshot + stills: © Plaion Pictures GmbH)
Liebe Filmfreunde!
Ein halbes Dutzend Kinoneustarts wöchentlich und unzählige Heimkino-Veröffentlichungen machen es heutzutage nicht leicht, „cineastische Perlen“ zu entdecken. Ob Rezensionen da helfen? Ich weiß es nicht, trotzdem will ich hier meinen Senf zum Thema Film & Kino dazugeben, möchte es wagen Neues zu loben, Klassiker zu verdammen, Aktuelles zu verteufeln, Altes zu empfehlen.
Und wer weiß: Vielleicht entdecken Sie so Ihren neuen Lieblingsfilm?
Heimkino-Tipp: „Megalopolis“ (2024)
Eine Fabel
Erinnert sich noch jemand an „The Man Who Killed Don Quixote“ (2018)? Dies war für viele viele Jahre ein Herzensprojekt für den amerikanisch-britischen Filmemacher (und Monty-Python-Mitbegründer) Terry Gilliam, welches jedoch zuvor so oft und spektakulär scheiterte, dass es sogar einen gefeierten Dokumentarfilm über dieses Scheitern gab („Lost in La Mancha“, 2002). Die größte Überraschung nach all dem Warten: Es war in allen Belangen ein durchschnittliches Werk.
Zwar gibt es zur Entstehung von „Megalopolis“ (noch) keinen eigenständigen Film, doch ähnlich wie Gilliam bastelte auch Francis Ford Coppola schon ewig an diesem seinen Projekt: Seit den 1970ern geplant, verhinderten u.a. eine private Insolvenz, nicht verfügbare Wunschdarsteller und fehlende Geldgeber die Produktion ein ums andere Mal. Die Erwartungshaltung hingegen wuchs, gleichzeitig machten seltsame Meldungen die Runde: Der inzwischen 85-Jährige Coppola investiere einerseits 120 Mio. US-Dollar aus eigener Tasche, bremse andererseits die Dreharbeiten selbst aus, entlässt kurz vor der Fertigstellung das gesamte Visual-Effects-Team und der vorab veröffentlichte Teaser nutzt gefälschte Zitate bekannter Filmrezensenten, um die sich anbahnende Kritikerhäme schon im Vorfeld als Unwissen und beschränkte Intelligenz der Verfasser zu brandmarken. Uff!
Doch sei’s drum. Was zählt, ist das Endprodukt. Und das ist ... nun ja ... im besten Falle seltsam. Die erste Frage, die sich nach Filmende (zumindest mir) stellte: Für wen zur Hölle ist das gedacht? Wer ist das Zielpublikum? Wen könnte das interessieren? Die plausibelste – positive – Antwort darauf könnte heißen: Cineasten. Denn „Megalopolis“ bietet einige schöne Schauwerte, zitiert auf visueller Ebene Klassiker und versucht sich trotz weniger Schauplätze als Epos zu verkleiden, das große Ideen und Themen mit intimen Dialogszenen verknüpft, ganz so, wie es Coppola einst selbst in den „Der Pate“-Filmen bravourös inszenierte.
Die (wahrscheinlich) profane Wahrheit jedoch, für wen Coppola „Megalopolis“ geschaffen hat, ist: Für sich selbst. Für sein Ego. Um der Welt zu zeigen, wie belesen, wie intelligent und wie zukunftsweisend sein Denken, seine Arbeit, seine Kunst ist. Wer von den zahlreichen Shakespeare-Zitaten, der Gesellschaftskritik und der Symbolik überfordert ist, sitzt halt im falschen Film. Pech gehabt.
Demgegenüber steht eine Liebesgeschichte, die dermaßen ausgelutscht und klischeebeladen erzählt wird, dass sie beinahe wie bloße Ironie wirkt. Von der oft besungenen ‚Chemie‘ zwischen den Schauspielern, die das Paar darstellen, ist nichts zu spüren, sie wirken vielmehr ebenso in ihren Dialogen verloren wie ihr Publikum, das sich darauf einen Reim machen soll.
Apropos: Dass der deutsche Verleih „Megalopolis“ den Zweittitel „Eine Fabel“ gegeben hat, lässt vermuten, dass auch dort nach der Erstsichtung viele Fragezeichen im Raum standen. Bis auf den gleich zu Beginn etablierten Konflikt zwischen dem Architekten Cäsar Catilina (Adam Driver) und dem Bürgermeister Franklyn Cicero (Giancarlo Esposito), dessen Tochter Julia (Nathalie Emmanuel) sich in den Baumeister verliebt, erschöpft sich die Handlung darin, bekannte Gesichter wie Shia LaBeouf, Jon Voight, Jason Schwartzman, Aubrey Plaza und Dustin Hoffman durchs Bild zu scheuchen, während sie komische Kostüme tragen. Laurence Fishburne kommt dabei noch die besondere Funktion zu, für Drivers Cäsar Chauffeur, Berater und Sklave in Personalunion ohne eigenen Charakter zu sein. Was zum ...?
Ja, Mr. Coppola, was zum ... ist „Megalopolis“, bitte? Eine Satire auf die Welt von heute? Eine missverstandene Entzauberung der ‚Traumwelt Hollywood‘? Ihre finale Arbeit als Regisseur? Es wäre ein sehr unwürdiger Abgang Ihrer an Meisterwerken reichen Karriere.
Die Blu-ray/DVD bietet den Film in deutscher Synchron- und englischer Originalsprachfassung. Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte sind optional vorhanden. Zudem gibt es eine deutsche Hörfilmfassung für Sehgeschädigte (sehr lobenswert!). Als Extras gibt es Interviews und Trailer. „Megalopolis“ ist seit 19. Dezember 2024 auch digital bei Constantin Film im Vertrieb von Highlight/Universal erhältlich. (Packshot + stills: © American Zoetrope/Constantin Film)
Erinnert sich noch jemand an „The Man Who Killed Don Quixote“ (2018)? Dies war für viele viele Jahre ein Herzensprojekt für den amerikanisch-britischen Filmemacher (und Monty-Python-Mitbegründer) Terry Gilliam, welches jedoch zuvor so oft und spektakulär scheiterte, dass es sogar einen gefeierten Dokumentarfilm über dieses Scheitern gab („Lost in La Mancha“, 2002). Die größte Überraschung nach all dem Warten: Es war in allen Belangen ein durchschnittliches Werk.
Zwar gibt es zur Entstehung von „Megalopolis“ (noch) keinen eigenständigen Film, doch ähnlich wie Gilliam bastelte auch Francis Ford Coppola schon ewig an diesem seinen Projekt: Seit den 1970ern geplant, verhinderten u.a. eine private Insolvenz, nicht verfügbare Wunschdarsteller und fehlende Geldgeber die Produktion ein ums andere Mal. Die Erwartungshaltung hingegen wuchs, gleichzeitig machten seltsame Meldungen die Runde: Der inzwischen 85-Jährige Coppola investiere einerseits 120 Mio. US-Dollar aus eigener Tasche, bremse andererseits die Dreharbeiten selbst aus, entlässt kurz vor der Fertigstellung das gesamte Visual-Effects-Team und der vorab veröffentlichte Teaser nutzt gefälschte Zitate bekannter Filmrezensenten, um die sich anbahnende Kritikerhäme schon im Vorfeld als Unwissen und beschränkte Intelligenz der Verfasser zu brandmarken. Uff!
Doch sei’s drum. Was zählt, ist das Endprodukt. Und das ist ... nun ja ... im besten Falle seltsam. Die erste Frage, die sich nach Filmende (zumindest mir) stellte: Für wen zur Hölle ist das gedacht? Wer ist das Zielpublikum? Wen könnte das interessieren? Die plausibelste – positive – Antwort darauf könnte heißen: Cineasten. Denn „Megalopolis“ bietet einige schöne Schauwerte, zitiert auf visueller Ebene Klassiker und versucht sich trotz weniger Schauplätze als Epos zu verkleiden, das große Ideen und Themen mit intimen Dialogszenen verknüpft, ganz so, wie es Coppola einst selbst in den „Der Pate“-Filmen bravourös inszenierte.
Die (wahrscheinlich) profane Wahrheit jedoch, für wen Coppola „Megalopolis“ geschaffen hat, ist: Für sich selbst. Für sein Ego. Um der Welt zu zeigen, wie belesen, wie intelligent und wie zukunftsweisend sein Denken, seine Arbeit, seine Kunst ist. Wer von den zahlreichen Shakespeare-Zitaten, der Gesellschaftskritik und der Symbolik überfordert ist, sitzt halt im falschen Film. Pech gehabt.
Demgegenüber steht eine Liebesgeschichte, die dermaßen ausgelutscht und klischeebeladen erzählt wird, dass sie beinahe wie bloße Ironie wirkt. Von der oft besungenen ‚Chemie‘ zwischen den Schauspielern, die das Paar darstellen, ist nichts zu spüren, sie wirken vielmehr ebenso in ihren Dialogen verloren wie ihr Publikum, das sich darauf einen Reim machen soll.
Apropos: Dass der deutsche Verleih „Megalopolis“ den Zweittitel „Eine Fabel“ gegeben hat, lässt vermuten, dass auch dort nach der Erstsichtung viele Fragezeichen im Raum standen. Bis auf den gleich zu Beginn etablierten Konflikt zwischen dem Architekten Cäsar Catilina (Adam Driver) und dem Bürgermeister Franklyn Cicero (Giancarlo Esposito), dessen Tochter Julia (Nathalie Emmanuel) sich in den Baumeister verliebt, erschöpft sich die Handlung darin, bekannte Gesichter wie Shia LaBeouf, Jon Voight, Jason Schwartzman, Aubrey Plaza und Dustin Hoffman durchs Bild zu scheuchen, während sie komische Kostüme tragen. Laurence Fishburne kommt dabei noch die besondere Funktion zu, für Drivers Cäsar Chauffeur, Berater und Sklave in Personalunion ohne eigenen Charakter zu sein. Was zum ...?
Ja, Mr. Coppola, was zum ... ist „Megalopolis“, bitte? Eine Satire auf die Welt von heute? Eine missverstandene Entzauberung der ‚Traumwelt Hollywood‘? Ihre finale Arbeit als Regisseur? Es wäre ein sehr unwürdiger Abgang Ihrer an Meisterwerken reichen Karriere.
Die Blu-ray/DVD bietet den Film in deutscher Synchron- und englischer Originalsprachfassung. Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte sind optional vorhanden. Zudem gibt es eine deutsche Hörfilmfassung für Sehgeschädigte (sehr lobenswert!). Als Extras gibt es Interviews und Trailer. „Megalopolis“ ist seit 19. Dezember 2024 auch digital bei Constantin Film im Vertrieb von Highlight/Universal erhältlich. (Packshot + stills: © American Zoetrope/Constantin Film)
Heimkino-Tipp: „Longlegs“ (2024)
Gruselkabinett
Als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, waren neue Filme sehr viel mehr auf gute Vorab-Rezensionen, neugierig machende Teaser und Trailer sowie positive Mundpropaganda angewiesen. Der Trick lag darin, das Interesse des Publikums zu wecken, ohne zu viel zu verraten. Heuer ist so etwas leider kaum noch möglich, besteht doch regelrecht ein (Klick-)Wettbewerb darum, wer als erstes den größten Spoiler einer neuen Serie oder eines Films auf seinem Social Media-Account preisgibt. Umso erfreulicher, dass hin und wieder Ausnahmen gelingen – wie im Falle von „Longlegs“, dem aktuellen Thriller von Osgood Perkins.
USA, Mitte der 1990er: Seit über 30 Jahren ist das FBI auf der Suche nach einem Phantom, das sich ‚Longlegs‘ nennt. Ähnlich dem Zodiac-Killer, der Ende der 1960er-Jahre mehrere Morde verübte, hinterlässt Longlegs kryptisch anmutende Schreiben an den Tatorten, die bisher nicht entschlüsselt werden konnten. Nun soll die junge Nachwuchsagentin Lee (Maika Monroe) ihr Glück an dem Fall versuchen – und entdeckt zur Überraschung ihres Vorgesetzten (Blair Underwood) tatsächlich eine neue Spur: Scheinbar gelingt es Longlegs stets, Väter dazu zu bewegen, ihre Familien zu ermorden, ohne selbst tätig zu werden. Nicht weniger verstörend: Offensichtlich weiß er bereits, dass Lee ihm auf den Fersen ist.
Richtig bedrückend sind Thriller oftmals dann, wenn das Publikum die Ereignisse aus der Sicht der Antagonisten miterleben kann. Regisseur und Autor Osgood Perkins weiß dies sicher ganz genau, war doch sein Vater kein Geringerer als Anthony Perkins, der dank seiner Rolle als Norman Bates in Alfred Hitchocks „Psycho“ (1960) weltweit bekannt wurde. Auch „Longlegs“ präsentiert immer wieder Szenen, die in das Innenleben des Gejagten blicken lassen, was per se schon Unbehagen auslöst. In den Händen eines Schauspielers wie Nicolas Cage potenziert sich das dann noch einmal beträchtlich. Obwohl sein Äußeres über die Hälfte des Films nur schemenhaft erkennbar ist, weiß mensch schon von Beginn an, dass dieser Freak(?) nichts Gutes im Schilde führt. Stimme, Körperhaltung, Sprachmelodie, Kleidung, Gang: Cages’ Longlegs ist ein Gesamtkunstwerk – und natürlich der Star des Films.
Doch nicht allein: Die Figur der Nachwuchsermittlerin Lee ist in ihrer verschlossenen und kommunikationsnegierenden Art ein nicht minder interessanter Charakter, deren Eigenheiten nach und nach begründet, entschlüsselt und von Monroe (der Hauptdarstellerin aus dem grandiosen „It Follows“) bemerkenswert dargestellt werden. Apropos: Kamera, Perspektivenwahl und Sounddesign erinnern ebenso immer wieder an den Horrorfilm von 2014 und zeugen vom großen Stilwillen des Regisseurs.
„Longlegs“ ist – nicht nur aufgrund seiner kantigen Figuren – kein ‚Krimi für nebenbei‘, sondern nimmt sich viel Zeit für die Gestaltung seiner Welt, von Atmosphäre und Handlung. Wer sich darauf einlässt, den erwartet ein wunderbar gruseliges Filmerlebnis, das länger nachwirkt als etliche andere Genre-Vertreter. Die Entscheidung des Verleihs, im Vorfeld statt einer eindeutigen eine auf den Inhalt bezogen eher rätselhafte Promotion zu betreiben und darin u.a. Longlegs’ Aussehen nicht preiszugeben (was die diversen Teaser beweisen), unterstreicht dies gelungen. Ich empfehle sehr, dies vor der Erstsichtung auch so zu belassen.
Die 4K Ultra HD/Blu-ray/DVD bietet den Film in englischer Original- sowie deutscher Synchronsprachfassung. Deutsche und englische Untertitel sind optional vorhanden. Als Bonus gibt es einen Audiokommentar des Regisseurs, Interviews, diverse Teaser und Trailer. „Longlegs“ erscheint bei DCM Film Distribution GmbH im Vertrieb von Leonine und ist seit 29. November 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © DCM/C2 Motion Picture Group LLC)
Als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, waren neue Filme sehr viel mehr auf gute Vorab-Rezensionen, neugierig machende Teaser und Trailer sowie positive Mundpropaganda angewiesen. Der Trick lag darin, das Interesse des Publikums zu wecken, ohne zu viel zu verraten. Heuer ist so etwas leider kaum noch möglich, besteht doch regelrecht ein (Klick-)Wettbewerb darum, wer als erstes den größten Spoiler einer neuen Serie oder eines Films auf seinem Social Media-Account preisgibt. Umso erfreulicher, dass hin und wieder Ausnahmen gelingen – wie im Falle von „Longlegs“, dem aktuellen Thriller von Osgood Perkins.
USA, Mitte der 1990er: Seit über 30 Jahren ist das FBI auf der Suche nach einem Phantom, das sich ‚Longlegs‘ nennt. Ähnlich dem Zodiac-Killer, der Ende der 1960er-Jahre mehrere Morde verübte, hinterlässt Longlegs kryptisch anmutende Schreiben an den Tatorten, die bisher nicht entschlüsselt werden konnten. Nun soll die junge Nachwuchsagentin Lee (Maika Monroe) ihr Glück an dem Fall versuchen – und entdeckt zur Überraschung ihres Vorgesetzten (Blair Underwood) tatsächlich eine neue Spur: Scheinbar gelingt es Longlegs stets, Väter dazu zu bewegen, ihre Familien zu ermorden, ohne selbst tätig zu werden. Nicht weniger verstörend: Offensichtlich weiß er bereits, dass Lee ihm auf den Fersen ist.
Richtig bedrückend sind Thriller oftmals dann, wenn das Publikum die Ereignisse aus der Sicht der Antagonisten miterleben kann. Regisseur und Autor Osgood Perkins weiß dies sicher ganz genau, war doch sein Vater kein Geringerer als Anthony Perkins, der dank seiner Rolle als Norman Bates in Alfred Hitchocks „Psycho“ (1960) weltweit bekannt wurde. Auch „Longlegs“ präsentiert immer wieder Szenen, die in das Innenleben des Gejagten blicken lassen, was per se schon Unbehagen auslöst. In den Händen eines Schauspielers wie Nicolas Cage potenziert sich das dann noch einmal beträchtlich. Obwohl sein Äußeres über die Hälfte des Films nur schemenhaft erkennbar ist, weiß mensch schon von Beginn an, dass dieser Freak(?) nichts Gutes im Schilde führt. Stimme, Körperhaltung, Sprachmelodie, Kleidung, Gang: Cages’ Longlegs ist ein Gesamtkunstwerk – und natürlich der Star des Films.
Doch nicht allein: Die Figur der Nachwuchsermittlerin Lee ist in ihrer verschlossenen und kommunikationsnegierenden Art ein nicht minder interessanter Charakter, deren Eigenheiten nach und nach begründet, entschlüsselt und von Monroe (der Hauptdarstellerin aus dem grandiosen „It Follows“) bemerkenswert dargestellt werden. Apropos: Kamera, Perspektivenwahl und Sounddesign erinnern ebenso immer wieder an den Horrorfilm von 2014 und zeugen vom großen Stilwillen des Regisseurs.
„Longlegs“ ist – nicht nur aufgrund seiner kantigen Figuren – kein ‚Krimi für nebenbei‘, sondern nimmt sich viel Zeit für die Gestaltung seiner Welt, von Atmosphäre und Handlung. Wer sich darauf einlässt, den erwartet ein wunderbar gruseliges Filmerlebnis, das länger nachwirkt als etliche andere Genre-Vertreter. Die Entscheidung des Verleihs, im Vorfeld statt einer eindeutigen eine auf den Inhalt bezogen eher rätselhafte Promotion zu betreiben und darin u.a. Longlegs’ Aussehen nicht preiszugeben (was die diversen Teaser beweisen), unterstreicht dies gelungen. Ich empfehle sehr, dies vor der Erstsichtung auch so zu belassen.
Die 4K Ultra HD/Blu-ray/DVD bietet den Film in englischer Original- sowie deutscher Synchronsprachfassung. Deutsche und englische Untertitel sind optional vorhanden. Als Bonus gibt es einen Audiokommentar des Regisseurs, Interviews, diverse Teaser und Trailer. „Longlegs“ erscheint bei DCM Film Distribution GmbH im Vertrieb von Leonine und ist seit 29. November 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © DCM/C2 Motion Picture Group LLC)
Heimkino-Tipp: „Horizon“ (2024)
Eine amerikanische Saga
Der Kevin und sein Western-Faible: Dass Schauspieler, Regisseur und Oscar-Preisträger Kevin Costner eine Vorliebe für das Cowboy-und-Indianer-Genre hat, ist sicherlich kein Geheimnis. Ob Filme wie „Silverado“ (1985), „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990), „Wyatt Earp“ (1994) und „Open Range“ (2003) oder zuletzt sein Mitwirken an der Erfolgsserie „Yellowstone“ (2018-2024) – wenn in Hollywood ein Western gedreht wird, ist der inzwischen 69-Jährige nicht weit. Mit „Horizon“ hat er sich nun einem seiner Herzensprojekte gewidmet.
Angeblich geplant seit den 1980ern, investierte der Star nun 38 Mio. Dollar seines Privatvermögens (hui!), um sein mehrteiliges Epos auf die Leinwand zu bringen. Denn obwohl mit drei Stunden Laufzeit schon beachtlich lang, ist dieser Film nur das erste Kapitel eines vierteiligen Werks, welches Costner über die Besiedlung der „Neuen Welt“ plant. Kapitel zwo ist bereits fertig, der geplante diesjährige Veröffentlichungstermin wurde jedoch aufgrund des enttäuschenden Kino-Einspiels vom Erstling erst einmal verschoben. Aus künstlerischer Sicht natürlich schade, aus Sicht dieses Rezensenten jedoch nachvollziehbar.
Erste Teile einer Reihe haben es per se meist nicht leicht, müssen doch Charaktere vorgestellt, Handlungsstränge eingeführt und Konfliktlinien herausgearbeitet werden. Ersteres gelingt Costner und seinen beiden Co-Autoren Jon Baird und Mark Kasdan noch ganz gut, auch wenn die Stringenz durch manch seltsame Filmschnittentscheidung bzw. Szenenabfolge etwas gestört wird. Hinzu kommen parallel verlaufende Geschichten, die zunächst alle für sich und (bisher) in keinerlei Verbindung zueinander stehen. Auch das ist zunächst akzeptabel. Problematisch wird es dann, wenn Figuren ausführlich vorgestellt, im nächsten Moment aber (scheinbar) komplett aus der Handlung getilgt werden – was wiederum die stolze Laufzeit von drei Stunden erklärt, die sich in Nebenschauplätzen und -konflikten verliert, die im späteren Verlauf nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Aber auch das nur eine Vermutung, da es im Kontext des kompletten Werks möglicherweise Sinn ergibt.
Dem Darstellerensemble ist dies kaum anzulasten, denn das ist, ebenso wie Costner, mit Herz und Motivation bei der Sache (und ihren Figuren): Sienna Miller, Sam Worthington, Danny Huston, Michael Rooker und Luke Wilson sind nur einige von unzähligen Stars, die hier für kurz oder lang durchs Bild huschen und deren Charaktere die Besiedlung des sogenannten Wilden Westens miterleben und -gestalten. Ihnen gegenüber stehen die Ureinwohner, die nicht immer freiwillig und friedlich den Neuankömmlingen Platz machen müssen.
Abseits vom Inhaltlichen sorgen jedoch noch zwei künstlerische Entscheidungen für Verwunderung: Zum einen wählten Regisseur Costner und sein Kameramann J. Michael Muro („L.A. Crash“, 2004) nicht das für Western übliche Breitbild-Seitenverhältnis von 2,35:1, sondern ‚lediglich‘ 1,85:1, was gerade wegen der zahlreichen Landschaftsaufnahmen, wie sie auch „Horizon“ zeigt, seltsam anmutet. Zum anderen endet die eigentliche Handlung sehr unerwartet und der Film wechselt in eine überlange Vorschau auf den nächsten Teil. Ein inhaltlicher ‚Cliffhanger‘ wäre hier passender gewesen, zumal die Vorschau Personen und Aktionen zeigt, die auch nach drei Stunden Laufzeit bisher nicht eingeordnet werden können.
„Horizon“ ist ambitioniert, Star-gespickt und in Ansätzen auch recht spannend. Zum ganz großen Epos reicht es aber noch nicht. Kann ja aber noch kommen.
Die 4K-UHD/Blu-ray/DVD bietet den Film in englischer Original- sowie deutscher Synchronsprachfassung. Deutsche und englische Untertitel sind optional vorhanden. Als Bonus gibt es ein Mini-Promo-Making of, eine Bildergalerie und Trailer. „Horizon – Eine amerikanische Saga“ erscheint bei Tobis im Vertrieb von Leonine Studios und ist seit 29. November 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © Tobis/LEONINE Studios)
Der Kevin und sein Western-Faible: Dass Schauspieler, Regisseur und Oscar-Preisträger Kevin Costner eine Vorliebe für das Cowboy-und-Indianer-Genre hat, ist sicherlich kein Geheimnis. Ob Filme wie „Silverado“ (1985), „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990), „Wyatt Earp“ (1994) und „Open Range“ (2003) oder zuletzt sein Mitwirken an der Erfolgsserie „Yellowstone“ (2018-2024) – wenn in Hollywood ein Western gedreht wird, ist der inzwischen 69-Jährige nicht weit. Mit „Horizon“ hat er sich nun einem seiner Herzensprojekte gewidmet.
Angeblich geplant seit den 1980ern, investierte der Star nun 38 Mio. Dollar seines Privatvermögens (hui!), um sein mehrteiliges Epos auf die Leinwand zu bringen. Denn obwohl mit drei Stunden Laufzeit schon beachtlich lang, ist dieser Film nur das erste Kapitel eines vierteiligen Werks, welches Costner über die Besiedlung der „Neuen Welt“ plant. Kapitel zwo ist bereits fertig, der geplante diesjährige Veröffentlichungstermin wurde jedoch aufgrund des enttäuschenden Kino-Einspiels vom Erstling erst einmal verschoben. Aus künstlerischer Sicht natürlich schade, aus Sicht dieses Rezensenten jedoch nachvollziehbar.
Erste Teile einer Reihe haben es per se meist nicht leicht, müssen doch Charaktere vorgestellt, Handlungsstränge eingeführt und Konfliktlinien herausgearbeitet werden. Ersteres gelingt Costner und seinen beiden Co-Autoren Jon Baird und Mark Kasdan noch ganz gut, auch wenn die Stringenz durch manch seltsame Filmschnittentscheidung bzw. Szenenabfolge etwas gestört wird. Hinzu kommen parallel verlaufende Geschichten, die zunächst alle für sich und (bisher) in keinerlei Verbindung zueinander stehen. Auch das ist zunächst akzeptabel. Problematisch wird es dann, wenn Figuren ausführlich vorgestellt, im nächsten Moment aber (scheinbar) komplett aus der Handlung getilgt werden – was wiederum die stolze Laufzeit von drei Stunden erklärt, die sich in Nebenschauplätzen und -konflikten verliert, die im späteren Verlauf nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Aber auch das nur eine Vermutung, da es im Kontext des kompletten Werks möglicherweise Sinn ergibt.
Dem Darstellerensemble ist dies kaum anzulasten, denn das ist, ebenso wie Costner, mit Herz und Motivation bei der Sache (und ihren Figuren): Sienna Miller, Sam Worthington, Danny Huston, Michael Rooker und Luke Wilson sind nur einige von unzähligen Stars, die hier für kurz oder lang durchs Bild huschen und deren Charaktere die Besiedlung des sogenannten Wilden Westens miterleben und -gestalten. Ihnen gegenüber stehen die Ureinwohner, die nicht immer freiwillig und friedlich den Neuankömmlingen Platz machen müssen.
Abseits vom Inhaltlichen sorgen jedoch noch zwei künstlerische Entscheidungen für Verwunderung: Zum einen wählten Regisseur Costner und sein Kameramann J. Michael Muro („L.A. Crash“, 2004) nicht das für Western übliche Breitbild-Seitenverhältnis von 2,35:1, sondern ‚lediglich‘ 1,85:1, was gerade wegen der zahlreichen Landschaftsaufnahmen, wie sie auch „Horizon“ zeigt, seltsam anmutet. Zum anderen endet die eigentliche Handlung sehr unerwartet und der Film wechselt in eine überlange Vorschau auf den nächsten Teil. Ein inhaltlicher ‚Cliffhanger‘ wäre hier passender gewesen, zumal die Vorschau Personen und Aktionen zeigt, die auch nach drei Stunden Laufzeit bisher nicht eingeordnet werden können.
„Horizon“ ist ambitioniert, Star-gespickt und in Ansätzen auch recht spannend. Zum ganz großen Epos reicht es aber noch nicht. Kann ja aber noch kommen.
Die 4K-UHD/Blu-ray/DVD bietet den Film in englischer Original- sowie deutscher Synchronsprachfassung. Deutsche und englische Untertitel sind optional vorhanden. Als Bonus gibt es ein Mini-Promo-Making of, eine Bildergalerie und Trailer. „Horizon – Eine amerikanische Saga“ erscheint bei Tobis im Vertrieb von Leonine Studios und ist seit 29. November 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © Tobis/LEONINE Studios)
Heimkino-Tipp: „Boneyard“ (2024)
Lethal Boredom
Schauspieler müssen Geld verdienen. Das Agieren vor Publikum resp. der Kamera ist ihr Job und dafür möchten sie entlohnt werden. Deshalb werfe ich keiner/m vor, wenn sie ab und an in B-Movies als Nebendarsteller mitwirken, bei denen sie für wenige Tage Arbeit gut entlohnt werden und vielleicht noch einen Bonus erhalten, wenn sie ihr Gesicht prominent aufs Filmplakat drucken lassen. Pacino tut es, De Niro und Stallone ebenso, Nicolas Cage sowieso. Und auch Oscar-Preisträger Mel Gibson scheint immer mehr Gefallen daran zu finden, wie ein Blick auf seine jüngste Filmografie bestätigt.
Aber puh, manchmal machen es die Stars von einst ihren Fans nicht leicht. „Boneyard“ ist so ein Fall, der seine besten Momente gleich zu Beginn hat – dank eines halbwegs stimmigen Vorspanns, unterlegt mit einem neugierig machenden Song –, kurz danach allerdings die wackelige Handkamera auspackt und mit jeder weiteren Szene tiefer in die Abgründe der semi-professionell inszenierten Langeweile abrutscht. Dass das vorhandene Budget gering war, ist dabei gar nicht problematisch. Es ist vielmehr erschreckend, wie offenkundig Regisseur Asif Akbar schon nach scheinbar fünf Minuten das Interesse an seinem eigenen Film verloren hat und gar nicht erst versucht, auf irgendeine Weise kreativ zu sein. Das zeigt sich auch am Skript, welches er mit zwei weiteren Ideenverweigerern ‚erschaffen‘ hat und das von Klischee-Dialogen nur so strotzt. Ernsthaft: Dieses ‚Werk‘ eignet sich hervorragend für ein Bullshit-Bingo in geselliger Runde, da jeder – wirklich jeder – Satz bereits in hunderten anderen Cop-Thrillern vorkam.
Apropos Cop: Als Polizeichef ist kein geringerer als Curtis „50 Cent“ Jackson zu erleben, was die Casting-Sensation des Jahrzehnts sein dürfte. Nicht nur, dass Mr. Jackson leider immer noch besser rappen als schauspielern kann, nein, mit seiner (realen) Vorgeschichte und seinem öffentlichen ‚Gangster-Image‘ ist er in dieser Rolle maximal unglaubwürdig. Zumal ihm seine Garderobe, eine Uniform, sichtbar zu klein ist. Neben ihm beweist Brian Van Holt in der Hauptrolle eindrucksvoll, wie man 90 Minuten lang in jeder Szene grimmig-nichtssagend dreinschauen kann, während Gibson irgendwo zwischen völlig überzogen und halbseriös seine wenigen Auftritte absolviert.
Aber wovon handelt „Boneyard“ eigentlich? Basierend auf wahren Mordfällen, folgt der Film der Ermittlungsarbeit von Polizei und FBI, während der Täter munter weiter killt. Klingt spannend? Ist es nicht. Vielleicht als ‚guilty pleasure‘ noch erträglich? Nein! Für B-Movie-Fans akzeptabel? Macht euch nicht lächerlich!
Die Blu-ray/DVD bietet den Film in englischer Original- sowie deutscher Synchronsprachfassung. Deutsche Untertitel sind optional verfügbar. Als Bonus gibt es Trailer. „Boneyard“ erscheint bei Leonine Studios und ist seit 8. November 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © Leonine/Lionsgate)
Schauspieler müssen Geld verdienen. Das Agieren vor Publikum resp. der Kamera ist ihr Job und dafür möchten sie entlohnt werden. Deshalb werfe ich keiner/m vor, wenn sie ab und an in B-Movies als Nebendarsteller mitwirken, bei denen sie für wenige Tage Arbeit gut entlohnt werden und vielleicht noch einen Bonus erhalten, wenn sie ihr Gesicht prominent aufs Filmplakat drucken lassen. Pacino tut es, De Niro und Stallone ebenso, Nicolas Cage sowieso. Und auch Oscar-Preisträger Mel Gibson scheint immer mehr Gefallen daran zu finden, wie ein Blick auf seine jüngste Filmografie bestätigt.
Aber puh, manchmal machen es die Stars von einst ihren Fans nicht leicht. „Boneyard“ ist so ein Fall, der seine besten Momente gleich zu Beginn hat – dank eines halbwegs stimmigen Vorspanns, unterlegt mit einem neugierig machenden Song –, kurz danach allerdings die wackelige Handkamera auspackt und mit jeder weiteren Szene tiefer in die Abgründe der semi-professionell inszenierten Langeweile abrutscht. Dass das vorhandene Budget gering war, ist dabei gar nicht problematisch. Es ist vielmehr erschreckend, wie offenkundig Regisseur Asif Akbar schon nach scheinbar fünf Minuten das Interesse an seinem eigenen Film verloren hat und gar nicht erst versucht, auf irgendeine Weise kreativ zu sein. Das zeigt sich auch am Skript, welches er mit zwei weiteren Ideenverweigerern ‚erschaffen‘ hat und das von Klischee-Dialogen nur so strotzt. Ernsthaft: Dieses ‚Werk‘ eignet sich hervorragend für ein Bullshit-Bingo in geselliger Runde, da jeder – wirklich jeder – Satz bereits in hunderten anderen Cop-Thrillern vorkam.
Apropos Cop: Als Polizeichef ist kein geringerer als Curtis „50 Cent“ Jackson zu erleben, was die Casting-Sensation des Jahrzehnts sein dürfte. Nicht nur, dass Mr. Jackson leider immer noch besser rappen als schauspielern kann, nein, mit seiner (realen) Vorgeschichte und seinem öffentlichen ‚Gangster-Image‘ ist er in dieser Rolle maximal unglaubwürdig. Zumal ihm seine Garderobe, eine Uniform, sichtbar zu klein ist. Neben ihm beweist Brian Van Holt in der Hauptrolle eindrucksvoll, wie man 90 Minuten lang in jeder Szene grimmig-nichtssagend dreinschauen kann, während Gibson irgendwo zwischen völlig überzogen und halbseriös seine wenigen Auftritte absolviert.
Aber wovon handelt „Boneyard“ eigentlich? Basierend auf wahren Mordfällen, folgt der Film der Ermittlungsarbeit von Polizei und FBI, während der Täter munter weiter killt. Klingt spannend? Ist es nicht. Vielleicht als ‚guilty pleasure‘ noch erträglich? Nein! Für B-Movie-Fans akzeptabel? Macht euch nicht lächerlich!
Die Blu-ray/DVD bietet den Film in englischer Original- sowie deutscher Synchronsprachfassung. Deutsche Untertitel sind optional verfügbar. Als Bonus gibt es Trailer. „Boneyard“ erscheint bei Leonine Studios und ist seit 8. November 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © Leonine/Lionsgate)
Heimkino-Tipp: „Kinds of Kindness“ (2024)
Crazy Wild Things
Lust auf Verrücktes? Im Dreierpack? Mit tollen Darstellern, die komische Dinge tun, die wahlweise absurd, schräg, verstörend, beängstigend, amüsant und manchmal sogar berührend sind? Dann dürfte „Kinds of Kindness“, das aktuelle Werk von Yorgos Lanthimos („The Lobster“, „Poor Things“), ein passendes Filmexperiment sein.
In drei Episoden, die auf den ersten Blick inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, lässt der bereits fünf Mal für einen Oscar nominierte Regisseur und Co-Drehbuchautor mehrere SchauspielerInnen, u.a. Emma Stone, Jesse Plemons, Willem Dafoe und Margaret Qualley, in verschiedenen Rollen Seltsames mit- und nebeneinander erleben. Was alle drei Geschichten jedoch – neben den Darstellern – gemein haben, ist ihre stets unvorhersehbare Handlung, die an irgendeiner Stelle sexuelle Neigungen thematisiert. Nicht offensichtlich, nicht direkt, sondern beinahe nebensächlich und dabei immer überraschend.
So erzählt die erste Geschichte von einer überaus irritierenden Chef-Angestellten-Beziehung, in der der Vorgesetzte seinem Untergebenen nicht nur den Tagesablauf und das Essen diktiert, sondern ebenso die Häufigkeit des ehelichen Geschlechtsverkehrs. Episode zwei hingegen berichtet von einem Polizisten, dessen Frau nach ihrer Rettung und Rückkehr von einer abgelegenen Insel scheinbar ein komplett anderer Mensch geworden ist, was sich u.a. auch in der Art ihrer Verführungsversuche zeigt. Der finale Teil des mit 164 Minuten nicht unbedingt kurzen Films wiederum gewährt Einblicke in eine Art spiritueller Kommune, deren Mitglieder sich offenbar gern einander hingeben – wenn bestimmte Regeln eingehalten werden.
Um offen zu sein: Ob dieses drei-in-einem-Film-Projekt einer Agenda folgt, etwas über unser (sexuelles) Zusammenleben aussagen soll oder als Fabel für unser gesellschaftliches, ähh, Treiben dient, erschließt sich mir nicht. Wobei ich persönlich ja großer Fan von Werken bin, die sich das Publikum erst selbst erschließen muss. Jedoch ist in „Kinds of Kindness“ das Agieren der Figuren in vielen Situationen zumindest für den Autor dieser Zeilen nicht nachvollziehbar bzw. rational erklärbar, was dem ‚Hineinfühlen‘ mitunter arg im Weg steht. Doch auch das hat seine Fans.
Unbestreitbar hingegen ist die formale Finesse, die Regisseur Lanthimos einmal mehr an den Tag legt: Das Setting ist exquisit, die Kameraperspektiven – oftmals Weitwinkelaufnahmen – eine Augenweide und der Musikeinsatz präzise und atmosphärisch. Optisch und akustisch gibt’s hier also viel zu staunen.
Skurril, fordernd und gleichsam unterhaltend: Wer auf inhaltliche Experimente steht und tollen SchauspielerInnen dabei zusehen möchte, wie sie abstruses Verhalten wie das Normalste der Welt erscheinen lassen, ist bei „Kinds of Kindness“ genau richtig.
Die Blu-ray bietet den Film in englischer Original- sowie deutscher Synchronsprachfassung. Deutsche und englische Untertitel sind (neben anderen) optional vorhanden. Als Bonus gibt es ein Making of und zwei zusätzliche Szenen. „Kinds of Kindness“ erscheint bei Searchlight Pictures/Walt Disney im Vertrieb von Leonine Studios und ist seit 25. Oktober 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © Searchlight Pictures/Walt Disney/Leonine)
Lust auf Verrücktes? Im Dreierpack? Mit tollen Darstellern, die komische Dinge tun, die wahlweise absurd, schräg, verstörend, beängstigend, amüsant und manchmal sogar berührend sind? Dann dürfte „Kinds of Kindness“, das aktuelle Werk von Yorgos Lanthimos („The Lobster“, „Poor Things“), ein passendes Filmexperiment sein.
In drei Episoden, die auf den ersten Blick inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, lässt der bereits fünf Mal für einen Oscar nominierte Regisseur und Co-Drehbuchautor mehrere SchauspielerInnen, u.a. Emma Stone, Jesse Plemons, Willem Dafoe und Margaret Qualley, in verschiedenen Rollen Seltsames mit- und nebeneinander erleben. Was alle drei Geschichten jedoch – neben den Darstellern – gemein haben, ist ihre stets unvorhersehbare Handlung, die an irgendeiner Stelle sexuelle Neigungen thematisiert. Nicht offensichtlich, nicht direkt, sondern beinahe nebensächlich und dabei immer überraschend.
So erzählt die erste Geschichte von einer überaus irritierenden Chef-Angestellten-Beziehung, in der der Vorgesetzte seinem Untergebenen nicht nur den Tagesablauf und das Essen diktiert, sondern ebenso die Häufigkeit des ehelichen Geschlechtsverkehrs. Episode zwei hingegen berichtet von einem Polizisten, dessen Frau nach ihrer Rettung und Rückkehr von einer abgelegenen Insel scheinbar ein komplett anderer Mensch geworden ist, was sich u.a. auch in der Art ihrer Verführungsversuche zeigt. Der finale Teil des mit 164 Minuten nicht unbedingt kurzen Films wiederum gewährt Einblicke in eine Art spiritueller Kommune, deren Mitglieder sich offenbar gern einander hingeben – wenn bestimmte Regeln eingehalten werden.
Um offen zu sein: Ob dieses drei-in-einem-Film-Projekt einer Agenda folgt, etwas über unser (sexuelles) Zusammenleben aussagen soll oder als Fabel für unser gesellschaftliches, ähh, Treiben dient, erschließt sich mir nicht. Wobei ich persönlich ja großer Fan von Werken bin, die sich das Publikum erst selbst erschließen muss. Jedoch ist in „Kinds of Kindness“ das Agieren der Figuren in vielen Situationen zumindest für den Autor dieser Zeilen nicht nachvollziehbar bzw. rational erklärbar, was dem ‚Hineinfühlen‘ mitunter arg im Weg steht. Doch auch das hat seine Fans.
Unbestreitbar hingegen ist die formale Finesse, die Regisseur Lanthimos einmal mehr an den Tag legt: Das Setting ist exquisit, die Kameraperspektiven – oftmals Weitwinkelaufnahmen – eine Augenweide und der Musikeinsatz präzise und atmosphärisch. Optisch und akustisch gibt’s hier also viel zu staunen.
Skurril, fordernd und gleichsam unterhaltend: Wer auf inhaltliche Experimente steht und tollen SchauspielerInnen dabei zusehen möchte, wie sie abstruses Verhalten wie das Normalste der Welt erscheinen lassen, ist bei „Kinds of Kindness“ genau richtig.
Die Blu-ray bietet den Film in englischer Original- sowie deutscher Synchronsprachfassung. Deutsche und englische Untertitel sind (neben anderen) optional vorhanden. Als Bonus gibt es ein Making of und zwei zusätzliche Szenen. „Kinds of Kindness“ erscheint bei Searchlight Pictures/Walt Disney im Vertrieb von Leonine Studios und ist seit 25. Oktober 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © Searchlight Pictures/Walt Disney/Leonine)
Heimkino-Tipp: „Vincent must die“ (2023)
Der Gejagte
Nicht die beste Art, sich einander vorzustellen: Als der Büroangestellte Vincent (Karim Leklou) den neuen Firmenpraktikanten kennenlernt, fordert er ihn auf, einen Kaffee zu bringen. Zwar ist sein Kommentar nicht ganz ernst gemeint, doch er bleibt nicht folgenlos. Denn kurze Zeit später drischt der Praktikant mit seinem Laptop auf Vincent ein und verletzt ihn damit ordentlich. Ein Missverständnis? Eine übertriebene Retour für Vincents bescheuerten Kommentar zuvor? Dass dem nicht so ist, muss er bald darauf schmerzhaft feststellen – es bleibt nämlich nicht der einzige Angriff auf Vincent. Aus irgendeinem Grund beginnen fremde Menschen plötzlich auf ihn einzuschlagen, ihn zu würgen und versuchen nichts weniger, als ihn zu töten.
In seiner Not flüchtet Vincent ins abgelegene Landhaus seiner Eltern und versucht, etwas über dieses Verhalten herauszufinden. Dabei stößt er auf ein Online-Netzwerk, in dem sich andere Opfer gegenseitig Tipps und Infos geben. Ist es ein Virus? Steht eine Zombie-Apokalypse bevor? Oder rasten die Menschen gerade schlicht und grundlos aus? Bei der Suche nach Antworten erhält er Unterstützung von seiner Zufallsbekanntschaft Margaux (Vimala Pons). Aber wer garantiert ihm, dass sie nicht irgendwann auch auf ihn losgeht?
Es ist eine einfache und doch sehr bedrohliche Prämisse: Was tust du, wenn du nirgends mehr sicher bist, weil dir plötzlich (fast) jeder Böses will? „Vincent must die“ von Stéphan Castang beginnt als fiese Komödie, nur um sich im Verlauf der Handlung sukzessive zu einem Szenario zu entwickeln, das erschreckend real wirkt. Denn was Castang und sein Drehbuchautor Mathieu Naert hier präsentieren, ist nichts weiter als die Definition von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in ihrer einfachsten, auf niederste Instinkte reduzierten Form: Es gibt – zumindest im ersten Teil des Films – keinerlei nachvollziehbare, rational erklärbare Ursache für den Hass, der der Hauptfigur entgegenschlägt. Es geschieht spontan, ohne Vorwarnung, brutal und kommentarlos. Deutlicher kann mensch diese widerlichen Krebsgeschwüre Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht zeigen.
Auch die damit einhergehende Einsamkeit der Opfer und welche Folgen dies für deren Sozialleben hat, arbeitet der Film gut heraus. Wenn Annäherung nur noch möglich ist, wenn dein Gegenüber (mit seinem/ihrem Einverständnis) gefesselt ist, um dich beim Liebesspiel nicht zu verletzen, dann ist die Welt gehörig aus den Fugen geraten. Trotzdem eine Beziehung einzugehen und schlussendlich auf alle ‚Sicherheitsnetze‘ zu verzichten, ist andererseits ebenso eine schöne Allegorie auf das Vertrauen, ohne das keine zwischenmenschliche Beziehung auskommt.
Mag der zweite Teil des Films sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch nicht ganz so packend sein wie die 50 Minuten zuvor, so ist „Vincent must die“ trotzdem einen Blick wert, da er in meinem Augen ziemlich gelungen den Zustand unserer Gesellschaft zunächst amüsant, später konsequent kaltschnäuzig kommentiert.
Die Blu-ray/DVD bietet den Film in französischer Original- und deutsch synchronisierter Sprachfassung. Deutsche Untertitel sind optional vorhanden. Als Bonus gibt es mehrere ausführliche Interviews mit Cast & Crew sowie Trailer. „Vincent must die“ erscheint bei Elite Film AG (Ascot Elite Entertainment) und ist seit 24. Oktober 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © Ascot Elite Ent.)
Nicht die beste Art, sich einander vorzustellen: Als der Büroangestellte Vincent (Karim Leklou) den neuen Firmenpraktikanten kennenlernt, fordert er ihn auf, einen Kaffee zu bringen. Zwar ist sein Kommentar nicht ganz ernst gemeint, doch er bleibt nicht folgenlos. Denn kurze Zeit später drischt der Praktikant mit seinem Laptop auf Vincent ein und verletzt ihn damit ordentlich. Ein Missverständnis? Eine übertriebene Retour für Vincents bescheuerten Kommentar zuvor? Dass dem nicht so ist, muss er bald darauf schmerzhaft feststellen – es bleibt nämlich nicht der einzige Angriff auf Vincent. Aus irgendeinem Grund beginnen fremde Menschen plötzlich auf ihn einzuschlagen, ihn zu würgen und versuchen nichts weniger, als ihn zu töten.
In seiner Not flüchtet Vincent ins abgelegene Landhaus seiner Eltern und versucht, etwas über dieses Verhalten herauszufinden. Dabei stößt er auf ein Online-Netzwerk, in dem sich andere Opfer gegenseitig Tipps und Infos geben. Ist es ein Virus? Steht eine Zombie-Apokalypse bevor? Oder rasten die Menschen gerade schlicht und grundlos aus? Bei der Suche nach Antworten erhält er Unterstützung von seiner Zufallsbekanntschaft Margaux (Vimala Pons). Aber wer garantiert ihm, dass sie nicht irgendwann auch auf ihn losgeht?
Es ist eine einfache und doch sehr bedrohliche Prämisse: Was tust du, wenn du nirgends mehr sicher bist, weil dir plötzlich (fast) jeder Böses will? „Vincent must die“ von Stéphan Castang beginnt als fiese Komödie, nur um sich im Verlauf der Handlung sukzessive zu einem Szenario zu entwickeln, das erschreckend real wirkt. Denn was Castang und sein Drehbuchautor Mathieu Naert hier präsentieren, ist nichts weiter als die Definition von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in ihrer einfachsten, auf niederste Instinkte reduzierten Form: Es gibt – zumindest im ersten Teil des Films – keinerlei nachvollziehbare, rational erklärbare Ursache für den Hass, der der Hauptfigur entgegenschlägt. Es geschieht spontan, ohne Vorwarnung, brutal und kommentarlos. Deutlicher kann mensch diese widerlichen Krebsgeschwüre Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht zeigen.
Auch die damit einhergehende Einsamkeit der Opfer und welche Folgen dies für deren Sozialleben hat, arbeitet der Film gut heraus. Wenn Annäherung nur noch möglich ist, wenn dein Gegenüber (mit seinem/ihrem Einverständnis) gefesselt ist, um dich beim Liebesspiel nicht zu verletzen, dann ist die Welt gehörig aus den Fugen geraten. Trotzdem eine Beziehung einzugehen und schlussendlich auf alle ‚Sicherheitsnetze‘ zu verzichten, ist andererseits ebenso eine schöne Allegorie auf das Vertrauen, ohne das keine zwischenmenschliche Beziehung auskommt.
Mag der zweite Teil des Films sowohl inhaltlich als auch atmosphärisch nicht ganz so packend sein wie die 50 Minuten zuvor, so ist „Vincent must die“ trotzdem einen Blick wert, da er in meinem Augen ziemlich gelungen den Zustand unserer Gesellschaft zunächst amüsant, später konsequent kaltschnäuzig kommentiert.
Die Blu-ray/DVD bietet den Film in französischer Original- und deutsch synchronisierter Sprachfassung. Deutsche Untertitel sind optional vorhanden. Als Bonus gibt es mehrere ausführliche Interviews mit Cast & Crew sowie Trailer. „Vincent must die“ erscheint bei Elite Film AG (Ascot Elite Entertainment) und ist seit 24. Oktober 2024 auch digital erhältlich. (Packshot + stills: © Ascot Elite Ent.)
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